Dos and Don’ts bei der Hochzeit: 8 Fehler, die ihr vermeiden solltet
Kleine Entscheidungen, die euren Hochzeitstag deutlich entspannter machen
Monatelang habt ihr geplant, Dienstleister:innen gebucht, Einladungen verschickt und euch Gedanken über jedes Detail gemacht. Und dann ist er plötzlich da: euer Hochzeitstag. Gerade jetzt sind es oft gar nicht die großen Entscheidungen, die für Stress sorgen. Viel häufiger sind es kleine Dinge, die vorher niemand auf dem Schirm hatte.
Drückende Hochzeitsschuhe, eine Gästeliste, die immer größer geworden ist, ein fehlender Ansprechpartner oder der Versuch, am Hochzeitstag selbst alles zu kontrollieren: Vieles davon lässt sich mit ein wenig Vorbereitung vermeiden. Deshalb kommen hier acht Dos and Don’ts für eure Hochzeit, die euch Planung, Geld und vor allem unnötigen Stress ersparen können.

DO: Lauft eure Hochzeitsschuhe vorher ein
Die neuen Brautschuhe sehen wunderschön aus und warten seit Wochen ordentlich verpackt im Karton auf ihren großen Auftritt. Genau dort sollten sie allerdings nicht bis zum Hochzeitstag bleiben. Denn selbst bequeme Schuhe können nach mehreren Stunden plötzlich drücken, scheuern oder Blasen verursachen.
Tragt eure Hochzeitsschuhe deshalb vorher mehrmals zu Hause. So merkt ihr frühzeitig, ob bestimmte Stellen drücken und könnt gegebenenfalls mit Einlagen, Gelpolstern oder Blasenpflastern nachhelfen. Packt für die Feier am besten trotzdem ein bequemes Ersatzpaar ein. Nach Trauung, Sektempfang, Fotos und Dinner werden eure Füße es euch spätestens auf der Tanzfläche danken.
DO: Legt eure Gästeliste möglichst früh fest
Kaum eine Entscheidung beeinflusst so viele Bereiche der Hochzeitsplanung wie die Gästeliste. Die Anzahl der Gäste bestimmt unter anderem die Größe der Location sowie die Kosten für Catering, Getränke, Papeterie und teilweise auch Dekoration. Aus einem spontanen „Die beiden könnten wir doch auch noch einladen“ können deshalb schnell einige hundert Euro zusätzliche Kosten werden.
Legt früh fest, wen ihr wirklich an eurem Hochzeitstag dabeihaben möchtet. Dabei hilft eine einfache Frage: Würden wir mit dieser Person auch unabhängig von unserer Hochzeit gerne Zeit verbringen? Eure Hochzeit muss kein gesellschaftliches Pflichtprogramm sein. Eine bewusst zusammengestellte Gästeliste kann euch viel Geld sparen und sorgt gleichzeitig dafür, dass ihr euren Tag mit Menschen verbringt, die euch wirklich nahestehen.
Hier zeigen wir euch weitere Tipps für euren perfekten Sitzplan.
DO: Bestimmt eine feste Ansprechperson für den Hochzeitstag
„Wo soll die Torte hin?“ „Wann hält der Trauzeuge seine Rede?“ „Der DJ hat noch eine Frage.“ Genau solche Kleinigkeiten landen am Hochzeitstag schnell beim Brautpaar, wenn vorher niemand anderes dafür zuständig ist.
Bestimmt deshalb eine Person, die an diesem Tag organisatorische Fragen übernehmen darf. Das können eure Trauzeug:innen, ein Familienmitglied oder eure Hochzeitsplanerin beziehungsweise euer Hochzeitsplaner sein. Diese Person sollte den Ablauf kennen und die wichtigsten Dienstleister:innen im Zweifel erreichen können. So müsst ihr nicht zwischen Trauung und Sektempfang plötzlich organisatorische Entscheidungen treffen. Einen passenden zeitlichen Rahmen könnt ihr bereits vorher erstellen. In unserem Beitrag zum perfekten Ablaufplan für eure Hochzeit zeigen wir euch, welche Punkte dabei berücksichtigt werden sollten.

DO: Probiert euer Hochzeitsessen vorher
Das Essen gehört zu den Dingen, an die sich Gäste nach einer Hochzeit tatsächlich häufig erinnern. Umso ärgerlicher wäre es, wenn ihr erst während des Dinners merkt, dass ein Menü ganz anders schmeckt oder funktioniert als erwartet.
Nutzt deshalb, wenn möglich, ein Probeessen bei eurem Caterer oder eurer Location. Dabei geht es nicht darum, jedes einzelne Detail zu kontrollieren. Ihr bekommt vielmehr ein Gefühl für Qualität, Portionsgrößen und Zusammenstellung des Menüs. Gleichzeitig könnt ihr Besonderheiten wie vegetarische oder vegane Alternativen, Allergien und Unverträglichkeiten rechtzeitig besprechen.
DON’T: Hört nicht auf jede Meinung
Kaum erzählt ihr von eurer Hochzeitsplanung, haben plötzlich erstaunlich viele Menschen eine Meinung dazu. Die eine Person findet eure Location zu modern, jemand anderes hätte eine andere Tischdekoration gewählt und Tante XY ist überzeugt, dass eine „richtige Hochzeit“ unbedingt bestimmte Traditionen braucht.
Natürlich dürfen euch Familie und Freund:innen beraten. Problematisch wird es erst, wenn aus Inspiration Verunsicherung wird. Ihr müsst nicht jede Idee übernehmen und eure Entscheidungen nicht vor jedem rechtfertigen. Fragt euch lieber, ob etwas zu euch als Paar passt. Am Ende soll sich eure Hochzeit nach euch anfühlen und nicht wie eine Mischung aus den Vorstellungen eures gesamten Umfelds.

DON’T: Entscheidet euch nicht automatisch für die billigste Lösung
Eine Hochzeit kann teuer werden. Deshalb ist es vollkommen verständlich, Preise zu vergleichen und nach Möglichkeiten zum Sparen zu suchen. Der niedrigste Preis ist allerdings nicht automatisch die beste Entscheidung.
Gerade bei Dingen, die für den Ablauf oder eure Erinnerungen wichtig sind, lohnt sich ein genauer Vergleich. Schaut euch Leistungen, Erfahrung, Bewertungen und das persönliche Gefühl beim Kontakt an. Eine vermeintlich günstige Buchung kann am Ende teuer werden, wenn Leistungen fehlen oder kurzfristig Ersatz organisiert werden muss. Sparen könnt ihr trotzdem:
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DON’T: Unterschätzt eure Hochzeitsfotos nicht
Blumen verwelken, die Hochzeitstorte wird gegessen und irgendwann ist auch der letzte Song auf der Tanzfläche vorbei. Was euch danach bleibt, sind neben euren eigenen Erinnerungen vor allem Fotos und Videos.
Überlegt deshalb frühzeitig, welche Momente euch wichtig sind. Neben den klassischen Paarfotos können das beispielsweise das Getting Ready, der First Look, Reaktionen während der Trauung, Fotos mit Eltern und Großeltern oder spontane Aufnahmen während der Feier sein. Besprecht diese Wünsche vorher mit eurer Fotografin oder eurem Fotografen. Gerade die kleinen, ungeplanten Situationen werden später häufig zu den Bildern, die man besonders gerne anschaut.

DON’T: Versucht am Hochzeitstag nicht, alles selbst zu kontrollieren
Ihr habt Monate in eure Hochzeit investiert. Verständlicherweise möchtet ihr, dass alles so läuft, wie ihr es geplant habt. Doch irgendwann kommt der Moment, an dem ihr die Planung loslassen müsst.
Vielleicht beginnt das Dinner zehn Minuten später. Vielleicht steht eine Blume nicht genau dort, wo sie ursprünglich vorgesehen war. Vielleicht dauert eine Rede länger als geplant. Eure Gäste kennen euren ursprünglichen Ablauf nicht und werden die meisten kleinen Abweichungen überhaupt nicht bemerken. Auch deshalb sind Zeitpuffer und eine feste Ansprechperson so hilfreich. Der bestehende Mein-Brautglück-Ablaufplan empfiehlt bewusst Puffer zwischen wichtigen Programmpunkten, damit kleine Verzögerungen nicht den gesamten Tag beeinflussen.
Kleine Helfer für euren Hochzeitstag
Manche Probleme lassen sich mit ein paar Kleinigkeiten erstaunlich einfach vermeiden. Blasenpflaster, bequemere Schuhe für die Party, ein kleines Notfallset, Taschentücher oder praktische Helfer für Getting Ready und Feier können deshalb schon vorher bereitliegen.
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Eure Hochzeit muss nicht perfekt laufen
Die besten Hochzeiten sind nicht zwangsläufig die, bei denen jede Minute exakt nach Plan verläuft. Viel wichtiger ist, dass ihr euch an eurem Hochzeitstag nicht permanent mit Organisation, Erwartungen und Kleinigkeiten beschäftigt.
Bereitet die Dinge vor, die ihr beeinflussen könnt. Lauft eure Schuhe ein, plant eure Gästeliste bewusst, probiert das Essen, besprecht eure Wünsche mit den Dienstleister:innen und gebt die Verantwortung am Hochzeitstag an Menschen ab, denen ihr vertraut. Und wenn trotzdem etwas anders läuft als geplant? Dann darf das so sein. Eure Gäste wissen nicht, was auf eurem ursprünglichen Plan stand. Sie werden sich viel eher an eure Stimmung, eure Trauung, gutes Essen und persönliche Momente erinnern als an kleine Abweichungen.

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